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Auszug - Information zum Kiesabbau der Firma Holcim in der Gemeinde Tarbek  

Sitzung des Bau- und Wegeausschusses der Gemeinde Tarbek
TOP: Ö 5
Gremium: Bau- und Wegeausschuss der Gemeinde Tarbek Beschlussart: (offen)
Datum: Di, 21.07.2020 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 19:30 - 21:50 Anlass: Sitzung
Raum: Feuerwehrhaus Tarbek
Ort: Dörpplatz 1a, 24619 Tarbek
 
Wortprotokoll
Beschluss
Abstimmungsergebnis

Der Vorsitzende begrüßt die Vertreter der Firma Holcim und die von der Firma  hinzugezogenen Sachverständigen und bedankt sich für deren Bereitschaft, über das Vorhaben zu informieren. Er berichtet darüber, dass der Gemeinde ein Antrag der Firma Holcim auf Planfeststellung für eine Trocken- und Nassauskiesung vorliegt und die Gemeinde als Trägerin öffentlicher Belange zu dem Vorhaben Stellung nehmen kann.

Er teilt mit, dass südlich des bestehenden Kieswerks auf dem Gebiet der Gemeinden Bornhöved und Tarbek die Abbauflächen für die Gewinnung von Kiessand erweitert werden sollen.

 

Nach der kurzen Einleitung übergibt der Vorsitzende das Wort an Herrn Lindner, der den geplanten Trocken- und Nassabbau mit den vier Abschnitten bis hin zur Klassierung in der vorhandenen Aufbereitungsanlage und dem Abtransport per LKW ausführlich erläutert. Es schließen sich Ausführungen von Frau Kosack-Bohl zu den (hydro-)geologischen Verhältnissen sowie von Herrn Mix zur Umweltverträglichkeit des Vorhabens an. Die Präsentation ist der Niederschrift als Anlage beigefügt.

 

Die Verständnisfragen der Ausschussmitglieder zur Herstellung des geplanten Gewässers, dem Zeitplan, zur Renaturierung und der Folgenutzung werden von den Sachverständigen und den Vertretern der Firma Holcim beantwortet. Abschließend bedankt sich der Vorsitzende bei den Vertretern der Firma Holcim sowie den Sachverständigen für den ausführlichen Vortrag.

 

Da die Gemeinde Tarbek aufgrund des Kiesvorkommens im besonderen Maß vom Kiesabbau betroffen ist, möchten die Ausschussmitglieder die Lärmbelastung durch die Abbautätigkeit so gering wie möglich halten. Es sollen die Abbauzeiten festgelegt werden. Die Firma Holcim gibt an, dass derzeit Abbauzeiten in der Woche von 05:00 22:00 Uhr und am Samstag von 05:00 12:00 Uhr geplant seien. In der folgenden Beratung bitten die Ausschussmitglieder um Prüfung, ob ein Abbau wochentags auch in der Zeit von 06:00 21:00 Uhr und am Wochenende von 06:00 12:00 Uhr noch wirtschaftlich ist. Damit ließe sich die Lärmbelastung reduzieren.

 

Die Gemeinde bittet auch um Prüfung weiterer Lärmminderungsmaßnahmen. So wird vorgeschlagen, nur LKW`s einzusetzen, die als Warnsignal anstelle der lauten Sirene schnarrende Geräusche verursachen. In der Dämmerung könnten anstelle der Anlaufsirene Lichtzeichen gegeben werden, die gut sichtbar sind. Die Gemeinde bittet um Prüfung, ob dies möglich ist.

 

Durch die Firma Holcim wird versichert, dass der an- und abfahrende LKW-Verkehr über die Autobahn erfolgt. Verbindlich kann dies aber nicht zugesichert werden. Die Ausschussmitglieder bitten um Prüfung, ob in der Genehmigung zur Auflage gemacht werden kann, dass die Fahrten durch das Dorf auf ein Minimum zu reduzieren sind.

 

Die Gemeinde bittet um Prüfung, ob im Genehmigungsbescheid festgelegt werden kann, dass die Renaturierung innerhalb einer bestimmten Frist nach Beendigung eines Abschnitts, z.B. nach zwei Jahren, zu erfolgen hat. Dies trägt deutlich zu einer Verbesserung des Landschaftsbildes und der Förderung der Artenvielfalt bei. Letzteres, weil der Naturraum den Arten so früh wie möglich wieder als Lebensraum zur Verfügung steht.

 

Die Ausschussmitglieder beklagen ein fehlendes Konzept für den Kiesabbau. So wird kritisiert, dass „Flecken“ufig unberücksichtigt bleiben und andererseits beidseitig von Wegen Kiesabbau stattfindet. Frau Kusack-Bohl hatte dies als grundsätzliches Problem beschrieben, dass aber nur durch die Genehmigungsbehörden gelöst werden kann und die Gemeinde ermutigt, diesen Punkt mit in die Stellungnahme aufzunehmen.

Die Gemeinde bittet daher die Genehmigungsbehörde um eine fachliche Beurteilung, ob der Kiesabbau auch nach einem planerischen Konzept erfolgen kann, das Flächen vollständig ausnutzt, aber auch zeitnah wieder einer Nutzung zuführt.

 

Durch das Gremium wird festgestellt, dass die Erteilung des gemeindlichen Einvernehmens gem. Hauptsatzung dem Bürgermeister zur Entscheidung übertragen ist. Aufgrund der Befangenheit des Bürgermeisters wird nachfolgender Beschluss gefasst:
 

 


Beschluss:

 

Der 1. stellv. Bürgermeister möge unter Berücksichtigung des vorstehenden Beratungsergebnisses und mit Unterstützung des Amtes eine Stellungnahme in dem Planfeststellungsverfahren gegenüber dem Kreis Segeberg abgeben.
 

 


Abstimmungsergebnis dafür:    4 dagegen: 0 Stimmenthaltung: 0  

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 20200721_Vorstellung Gemeinde Tarbek_Tarbek-Süd_Holcim (12199 KB)      
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