09.03.2010

Bornhöved

Ortskern Bornhöved

Bornhöved, erstmals im Jahre 798 erwähnt und damit eine der ältesten Siedlungen in Schleswig-Holstein, ist allen Generation vom Geschichtsunterricht her bekannt. Insgesamt kam es hier dreimal zu kriegerischen Auseinandersetzungen, wobei die Schlacht bei Bornhöved am 22.7.1227 bedeutsame europäische Auswirkungen hatte. Verschiedene Denkmale zeugen von den Ereignissen. Ein „Historienpfad", bestehend aus 31 überlieferten Stationen, ist ausgeschildert. Hierüber wird zusätzlich in einer Broschüre und in einem Faltblatt informiert.

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Der Grundstein für die heutige zentralörtliche Bedeutung des Ortes wurde 1149 mit der Fertigstellung der Kirche gelegt. Von diesem Zeitpunkt an begann ein weites Umland, sich nach dem Kirchdorf auszurichten. Von allen Seiten her liefen unmittelbar beim alten Kirchhof Landstraßen zusammen, die noch heute vorhanden sind. Das Kirchengebäude wurde mit großem finanziellen Aufwand in 2001 und 2002 umfassend restauriert.

In Bornhöved selbst ließ sich ein vielseitiges Handwerk und Gewerbe nieder. Der Ort wuchs schnell zu einer nach damaligen Vorstellungen beachtlichen Größe heran und hatte von 1299 bis 1426 lüb’sche Stadtrechte mit Bürgermeister und Ratsherren. Seine besondere Bedeutung lag darin, dass hier der Landesälteste von Holstein wohnte und Jahrhunderte lang die Ständeversammlung für ganz Holstein abgehalten wurde. Zum Gedenken hieran wurde 2005 am „Viert" ein Gedenkstein eingeweiht. Erst seit 1480 wurden die Landtage nach Kiel geladen. Seitdem verlief die Entwicklung Bornhöveds wieder normal und nicht so sprunghaft wie vorher.

  

Die hervorragende verkehrsgeographische Lage aus jener Zeit blieb erhalten und wurde bis in die jüngste Vergangenheit weiter ausgebaut. Heute liegt Bornhöved am Schnittpunkt der BAB 21 und der B 430. Nach dem Bau der Umgehungsstraßen hat dieser historische Flecken mit rund 3.500 Einwohnerinnen/ Einwohnern die erforderliche Ruhe erhalten, um für den Fremdenverkehr erschlossen zu werden. Angeboten werden ein Freibad am Naturgewässer des Bornhöveder Sees mit vielfältigen Bade- und Freizeitvergnügungen, ein Camping- und ein Jugendzeltplatz unmittelbar daneben und Wander- und Radwanderwege durch die reizvolle Endmoränenlandschaft mit Wald, Wasser, Wiesen, Feldern und „Berg und Tal".

Eine besondere Idylle findet sich nicht nur im Landschaftsschutzgebiet der Schwentineniederung mit seiner reichhaltigen Vogel-, Tier- und Pflanzenwelt, sondern auch rund um den Mühlenteich mit seinen angrenzenden Fischteichen.

Ausflugslokale mit Übernachtungsmöglichkeit, Ferienwohnungen, Cafés und Eisdiele, Tennis- und Reitplätze sowie ein Reiterhof bieten sich für die Bevölkerung und für Gäste zur Nutzung und zur Erholung an.

Diese bevorzugte Lage, die Palette öffentlicher Einrichtungen, wobei besonders das großzügig ausgebaute Schulzentrum (Grund-, Haupt- und Realschule, ab 2008 Umwandlung zur Gemeinschaftsschule) zu erwähnen ist, sowie ein breit gefächertes Angebot an Handel, Gewerbe und Dienstleistungen machen Bornhöved mehr und mehr zu einem gefragten Wohnort. Durch die Erschließung mehrerer Baugebiete stieg die Einwohnerzahl von erstmals über 3.000 Ende 1996 auf mittlerweile rund 3.500 an. Damit verbunden war die Notwendigkeit, Einrichtungen wie den Kindergarten und die Schulen zu erweitern. Ein privater Kindergarten bietet umfangreiche Öffnungszeiten auch im Krippen- und Hortbereich. Im Bereich der Jugendarbeit wurde durch Initiative eines Vereins zunächst eine Skaterbahn und später auch noch ein Jugendhaus geschaffen, in dem auch die nicht organisierten Jugendlichen einen Treffpunkt haben. Für ihre Betreuung steht ein Jugendsozialarbeiter zur Verfügung.

Um die Belange der älteren Generation kümmert sich ein Seniorenbeirat. Kinder und Jugendliche sind durch einen Jugendbeirat in der Gemeinde vertreten.

Die ab 1988 andauernden Bemühungen der Gemeinde um die städtebauliche Dorferneuerung haben der Ortsmitte ein ansprechendes Gesicht gegeben. Erwähnenswert ist die Schaffung von ca. 50 alten- und behindertengerechten Wohnungen, teilweise mit Betreuungsangebot, unmittelbar im Ortszentrum.

 

Besonders bemerkenswert ist das umfangreiche Vereinsangebot. Fast dreißig Vereine bieten den Einwohnerinnen und Einwohnern vielfältige Freizeitmöglichkeiten. Besonders der Sportverein TSV Quellenhaupt mit über 800 Mitgliedern hat durch Großveranstaltungen im Triathlon bis hin zu Offenen Deutschen Meisterschaften den Ortsnamen bundesweit bekannt gemacht.


Wappen Bornhöved

Das Wappen der Gemeinde Bornhöved

Die offizielle Wappenbeschreibung lautet: "Das Wappen der Gemeinde Bornhöved zeigt in blau den freischwebenden Holsteinischen Wappenschild (in rot ein silbernes Nesselblatt), auf dessen oberen Rand ein schwarzes, flaches Gefäß (Quelleneinfassung) steht, aus dem nach rechts und links je 3 lange Wellenlinien sich an beiden Seiten des Nesselblatts herunterziehen. Über der Quelle ein schwebendes goldgelocktes Menschenhaupt."

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