Das Amt Bornhöved wurde 1948 aus den Amtsbezirken Bornhöved und Stocksee gebildet. Die landesweite Gebietsreform 1970/71 verschonte den Amtsbereich. Erst aufgrund der vom Land im Rahmen der Verwaltungsstrukturreform vorgegebenen Mindesteinwohnerzahl von 8.000 war die Notwendigkeit gegeben, gemeinsam mit den Nachbarverwaltungen über eine Vergrößerung nachzudenken. Die notwendige Größe wurde durch die Eingliederung der vorher amtsfreien Gemeinde Trappenkamp zum 1. Januar 2008 erreicht.
Zum Amt gehören nunmehr die Gemeinden
| Bornhöved | 3403 Einw. | 1412 ha Gemarkung |
| Damsdorf | 226 Einw. | 775 ha Gemarkung |
| Gönnebek | 468 Einw. | 1486 ha Gemarkung |
| Schmalensee | 453 Einw. | 868 ha Gemarkung |
| Stocksee | 418 Einw. | 1137 ha Gemarkung |
| Tarbek | 163 Einw. | 1001 ha Gemarkung |
| Tensfeld | 699 Einw. | 763 ha Gemarkung |
| Trappenkamp | 4932 Einw. | 345 ha Gemarkung |
| insgesamt | 10762 Einw. | 7787 ha Gemarkung |
| per 31.09.2012 |
Als die Landesregierung 1967 das Land mit einem Gitternetz zentraler Orte überzog, wurde Bornhöved zusammen mit der damals amtsfreien, hauptamtlich verwalteten Nachbargemeinde Trappenkamp zum ländlichen Zentralort erklärt. Die Aufstufung zum Unterzentrum erfolgte 1973.
Zentral verwaltet werden die genannten Gemeinden von der Amtsverwaltung aus, deren Sitz Anfang 2008 von Bornhöved nach Trappenkamp verlegt wurde.
Tatsächlich verbindet die acht amtsangehörigen Gemeinden sehr viel mehr als nur die gemeinsame Verwaltung.
Die beiden größten Gemeinden als gemeinsamer zentraler Ort bieten viele Einrichtungen für die Bevölkerung des Umlandes. Dieses gilt für die Einkaufsmöglichkeiten verschiedenster Art ebenso wie für Handwerksbetriebe, Steuerberater, Rechtsanwälte, Ärzte, Zahnärzte und sonstige Tätigkeiten im gesundheitlichen Bereich.
In beiden Orten befinden sich auch die allgemeinbildenden Schulen. In Bornhöved gibt es seit Schuljahresbeginn 2008/09 eine Gemeinschaftsschule mit Grundschulteil, die bisherige Hauptschule und Realschule laufen aus. Die Gemeinschaftsschule in Trappenkamp wurde zum gleichen Zeitpunkt mit einer gymnasialen Oberstufe ausgestattet, sie führt ab August 2010 den Namen "Richard-Hallmann-Schule". Weiter besteht hier eine Grund- und Förderschule.
Weiterführende allgemeinbildende Schulen befinden sich in Bad Segeberg, Plön und Neumünster.
Eine weitere Gemeinsamkeit der amtsangehörigen Gemeinden ist der Anschluss der örtlichen, weiterhin selbständig betriebenen Wasserversorgungen an das Wasserwerk der Gemeinde Bornhöved, aus dem außerdem über die Amtsgrenzen hinweg die Gemeinden Belau, Daldorf, Dersau, Kalübbe und Ascheberg versorgt werden.
Wenn bisher auch nur die Gemarkungen Damsdorf, Schmalensee, Tensfeld, Stocksee und Tarbek davon erfasst sind, stellen doch die weiten Kiesabbaugebiete ein besonderes Problem des Amtes Bornhöved dar. Ein vorliegendes geologisches Gutachten lässt bei anhaltender Bau- und Straßenbautätigkeit befürchten, dass diese Landschaft trotz der vorgesehenen Rekultivierung bzw. Renaturierung in absehbarer Zeit für Ortsfremde nicht wiederzuerkennen ist. Andererseits lässt sich nicht leugnen, dass die genannten Gemeinden mehr oder weniger dem Kiesabbau ihre gesunde Finanzkraft zu verdanken hatten. Die abgebauten Gruben haben auch die Planung des Kreises Segeberg begünstigt, in diesem Raum die zentrale Mülldeponie des Kreises einzurichten. Sie hat ihren Standort an der Landstraße Nr. 69 in den Gemarkungen Damsdorf und Tensfeld erhalten.
Neben diesen tiefen Eingriffen in die Landschaft hat der Amtsbereich mit dem Bornhöveder See, dem Schmalensee und dem Stocksee jedoch auch besondere Vorzüge aufzuweisen, die der Landschaft hier das Gepräge geben. Wer naturnahe Erholung sucht, dem bieten sich zu allen Jahreszeiten viele reizvolle Möglichkeiten. Als besonders gut kann die verkehrliche Infrastruktur angesehen werden. Per Kfz sin düber die A 21, A 20, B 430 und B 205 die überregionalen Autobahnen ebenso gut erreichbar wie die größeren Städte, Neumünster, Kiel und Lübeck sowie die Metropole Hamburg. Der ÖPNV wird über zahlreiche gute Busverbindungen auch nach Bad Segeberg und Plön sichergestellt. Darüber hinaus bietet der Bahnhof in Rickling im Stundentakt die Anbindung an das bundesweite Schienennetz.
des Amtes Bornhöved, 16 Mitglieder
Amtvorsteherin:
Dr. Beatrix Klüver, An de Lieth 11, 23824 Tensfeld, Telefon: 04557/756
1. stellvertretender Amtsvorsteher:
Jochen Hildebrandt, Jahnweg 4, 24619 Bornhöved, Telefon: 04323/7481
2. stellvertretender Amtsvorsteher:
Harald Krille, Rudolf-Kienau-Straße 1, 24610 Trappenkamp, Telefon: 04323/3599
Das Wappen ist von Rot und Blau durch ein schmales silbernes Wellenband, bestehend aus einem halben Wellental, einem abgeflachten Wellenberg und einem halben Wellental gesenkt geteilt. Oben eine goldene Schale, der eine achtstrahlige silberne Fontäne entspringt, unten eine goldene Rapsblüte belegt mit einer achtblättrigen blauen Kornblume.
Als Charakteristisches des Wappens wird angeführt, dass es in den Landesfarben gestaltet wurde. Aus der „Gönnebeker Goldschale“, die in einem Hügelgrab gefunden wurde, entspringt eine Fontäne als Symbol für die „Quelle“ mit acht Wasserstrahlen. Diese sind wiederum die Symbole für die acht zum Amt gehörenden Gemeinden. Die Wappenteilung symbolisiert sowohl den Grimmelsberg aus Tarbek als auch den Historienpfad, der dreißig Stationen umfasst und Geschichte in und um Bornhöved bis in unsere Zeit dokumentiert. Eine Rapsblüte steht für das Amt Bornhöved und die darin enthaltene Kornblume mit 8 Blütenblättern symbolisiert die Gemeinden Bornhöved, Damsdorf, Gönnebek, Schmalensee, Stocksee, Tarbek, Tensfeld und Trappenkamp.