20.01.2018

Statt Sambamusik am Zuckerhut, " Alte Kameraden" in Rio de Janeiro

Mit überwältigenden Eindrücken kehrten 48 Feuerwehrleute  (davon 28 aus Ihrem Verbreitungsgebiet) von einer 17-tägigen Studienreise aus Brasilien zurück. Rund 40 000 Kilometer Wegstrecke wurden dabei per Bus und Flugzeug zurückgelegt.

Allein die Ausmaße Brasiliens sind gewaltig. Die Ost-West-Ausdehnung beträgt 4 319 Kilometer und die von Norden nach Süden 4 394 Kilometer. Das Land verfügt über 7 400 Kilometer Küste entlang des Atlantischen Ozeans.

 

Zu den zahlreichen Höhepunkten zählten die Besuche bei den Feuerwehren in Salvador und Rio de Janeiro. In Salvador wurde die Gruppe im Bus in Spitzenzeit durch eine Motorradeskorte der Militärpolizei mit Sonderrechten durch die Stadt zur Feuerwache geleitet.

In Brasilien ist das Feuerwehrwesen dem Militär unterstellt. In Rio wurde die Gruppe durch den stellvertretenden Generalkommandanten der Militärfeuerwehr, Oberst Adenil empfangen. „Zu unser aller Überraschung stand das 120-köpfige Militärorchester auf dem Hof der Feuerwache und spielte den Marsch „Alte Kameraden“, sagte Werner Stöwer vom Landesfeuerwehrverband, der die Gruppe leitete. Im Rahmen einer Großübung auf dem Hof der Hauptfeuerwache konnten sich die Gäste über den hervorragenden Ausbildungsstand der brasilianischen Kollegen überzeugen. Die Ausrüstung entspricht europäischen Standart, ist jedoch stark amerikanisch geprägt. Der Staat Rio de Janeiro umfasst 44 000 Quadratkilometer mit 16 Millionen Einwohnern. Zur Feuerwehr gehören 20 000 Feuerwehrleute mit rund 1 040 Feuerwehrfahrzeugen und aufgeteilt in 105 Feuerwachen.

Momentan wird auch eine Freiwillige Feuerwehr aufgebaut. Sie besteht momentan aus rund 200 Personen.

 

Per Flugzeug ging es von Hamburg über Frankfurt über Rio de Janeiro für zwei Tage nach Salvador de Bahia. Per Bus führte die Fahrt entlang des Ozeans über Ilheus, hier gab es einen Abstecher in den „Ecopark“, einen der noch wenig intakten Teilstücke des atlantischen Regenwaldgürtels. In Porto Seguro ging es über Trekkingpfaden zu den Pataxo-Indianern, den Ureinwohnern Brasiliens. Eine Bootstour vorbei an den riesigen Mangrovenwäldern folgte in  Vitoria bevor das Ziel Rio de Janeiro erreicht wurde. Die Wahrzeichen Rios – der Zuckerhut, die Jesusstatue auf dem Corcovada-Berg und der Strand entlang der Copacabana, wurden ausgiebig erkundet.

Ein Abstecher führte in Iguazu an die weltberühmten Wasserfälle auf der argentinischen und der brasilianischen Seite. Zum Abschluss der Reise ging es per Flugzeug und Boot ins Amazonasgebiet bei Manaus. Dort führten Wanderungen durch den Dschungel und mit Ruderbooten ging es zu einer Siedlung der Eingeborenen dieser Region.

 

Der Landesfeuerwehrverband Schleswig-Holstein (LFVSH) organisiert für seine Mitglieder seit 1992  Reisen im Rahmen der internen Öffentlichkeitsarbeit. Nach Peking, New York, Südafrika,  Rom - mit Audienz beim Pabst oder Kuba, führt die Reise im Jahr 2006 nach Irland (bereits ausgebucht).

Alle Teilnehmer sind Selbstzahler!

Informationen erteilt die Pressestelle des LFVSH, Werner Stöwer, Telefon 0431-603 2109.

Einige schleswig-holsteinische Feuerwehrleute mit den brasilianischen Kollegen.
Per Trompetensignal statt Funkgerät werden die Signale und Befehle gegeben.

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