19.01.2018

25.06.2005

Übungsszenario auf der A21 forderte alle

(ag) Ein Großaufgebot von 130  Kräften der Feuerwehr und des Rettungsdienstes, waren in einer Übung mit 24 Verletzten nach einem Massenunfall auf der A 21 Fahrtrichtung Süden im Bereich Bornhöved am Samstagnachmittag gegen 14:00 Uhr eingebunden.

Wochenlang liefen die Planungen für diese Übung, die durch den stellv. Wehrführer von Bornhöved Bernd Petersdorff zusammen mit dem Rettungsdienst ausgearbeitet wurde.

Die Übung fand auf dem noch nicht frei gegebenen neuen Teilstück der Autobahn 21 zwischen der Auffahrt Bornhöved und dem Trappenkamper Kreuz statt.

Das Übungsszenario sah vor, dass der Fahrer eines Reisebusses während eines Überholvorganges einen schwerwiegenden Defekt am Fahrzeugreifen bemerkt und seinen Bus auf der Autobahn zum Stillstand bringt. In dem Bus befinden sich 20 Teilnehmer eines Sportvereins aus München.

Durch Unachtsamkeit, fahren ein Klein - LKW und ein weiterer PKW auf den ungesicherten Reisebus auf. Die beiden Insassen der Fahrzeuge, werden durch den Aufprall mit dem Bus in ihren Fahrzeugen eingeklemmt.

Da der Fahrer eines zweiten LKW mit Anhänger die Situation zu spät erkennt, kann dieser der Unfallstelle nicht mehr ausweichen. Beim Bremsvorgang verliert der LKW seinen Anhänger. Die Zugmaschine hat Gefahrgut geladen.

Ziel der Übung war, die Personenrettung, Personenversorgung und Betreuung mit weiteren Maßnahmen wie z.B. Übernachtung und Abtransport.

Nach 8 Minuten traf der erste Rettungswagen an der Einsatzstelle ein, dessen Besatzung sich einen ersten Überblick über die Situation verschaffte, gefolgt von den Feuerwehren Bornhöved und Trappenkamp und der Feuerwehr Wankendorf.

Die Feuerwehr Wankendorf, war für den Abschnitt mit dem LKW der Gefahrgut geladen hatte zuständig, die Feuerwehr Trappenkamp kümmerte sich um die eingeklemmte Person im PKW und die Feuerwehr Bornhöved setzte das erste Mal ihre neue Rettungsplattform zum retten der verletzten Person aus dem Klein – LKW ein.

Weitere Kräfte aller drei Feuerwehren, wurde bei der Betreuung der 20 Verletzten aus den Reisebus in Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst eingesetzt.

Die Übungsteilnehmer vom Rettungsdienst gliederten sich in Kräften von hauptamtlichen Rettungsassistenten des DRK Segeberg, von der Schnelleinsatzgruppe des DRK Ortsverbandes Bornhöved,  von der Johanniter Unfallhilfe aus Neumünster und zwei Notärzten

Die Erstversorgung der verletzten 24 Personen stand im Vordergrund der Arbeit des Rettungsdienstes. Die 24 verletzten unterteilten sich in vier schwerst Verletzte, jeweils die Fahrer der Unfallfahrzeuge, wobei der Fahrer des Busses im Verlauf der Übung Reanimationspflichtig wurde, sowie 20 leicht verletzte Personen aus dem Bus.

Ulf Möller, Leiter der DRK – Rettungswache in Bad Segeberg, konnte nach Übungsende positiv erwähnen, dass alle 24 verletzten nach 1 Stunde und 40 Minuten, gesichtet, versorgt und in drei umliegende Krankenhäuser abtransportiert waren.

Aus dem Bereich der Gemeinde Bornhöved verschaffte sich die Bürgermeisterin Frau Hauschildt und der Ordnungsamtsleiter Herr Kruse einen Überblick über die Arbeit der Rettungskräfte bei  solch einem Einsatz.

Als Schlussbetrachtung ist anzumerken, dass wie bei vielen anderen Übungen auch bei dieser Übung nicht alles glatt und rund lief. Dieses ist zu besprechen und abzustellen.

Zum Ende waren sich aber alle einig, hoffentlich passiert solch ein Unfall nie in der Realität.

- Zur Bildergalerie -

zurück

 

zur Startseite