17.03.2010

Gönnebek

Das Dorf Gönnebek, erstmals 1324 urkundlich erwähnt, weist noch heute die typische Siedlungsform des Rundlings aus wendischer Zeit auf. Große Bauernhöfe gruppieren sich eng aneinandergereiht um den baumbestandenen Dorfplatz mit dem Dorfteich, der ehemals als Tränke diente. Die Landwirtschaft hat ihre Bedeutung für den Ort bis heute hin halten können. Eine in den Jahren 1964–1966 durchgeführte Flurbereinigung hat die wirtschaftlichen Grundlagen der einzelnen Betriebe merklich verbessert und der Gemeinde ein voll ausgebautes Wegenetz beschert.

Ausfluss der Flurbereinigung war schließlich auch die Gründung der Gärtnersiedlung im Jahre 1967. Sie bestand aus 20 Gärtnerbetrieben mit je 1,5 ha Land, dem Wohnhaus, 2 Garagen und einem Treibhaus von 800 m Glasfläche und sollte eine Ergänzung der landwirtschaftlichen Struktur sein. In den Jahren ihres Bestehens entwickelte sie sich zu einem leistungsfähigen Zentrum gartenbaulicher Produktion für Norddeutschland. Die ursprüngliche Glasfläche ist inzwischen um ein Vielfaches auf rund 17 Hektar gewachsen. Die hier gezogenen und kultivierten Jung–, Topf– und Grünpflanzen gehen in hohe Millionen. Die Siedlung ist einer der größten Arbeitgeber für den Raum Gönnebek, Bornhöved und Trappenkamp geworden. Die Betriebe haben zunehmend unter den stark gestiegenen Energiekosten zu leiden. Vorgesehen ist die Errichtung einer Biogasanlage zur Unterstützung des Fernheizwerkes.

Gerade der in Gönnebek gut erhalten gebliebene Dorfcharakter und die Lage des Ortes am Rande des Neumünsteraner Forstes mögen es sein, weswegen diese Gemeinde in jüngster Zeit mehr und mehr als Wohnplatz gefragt ist. Ein durchgeführtes Dorferneuerungsprogramm hat das Ortsbild weiter positiv verändert und im öffentlichen wie privaten Bereich sichtbare Spuren hinterlassen. Die Infrastruktur ist durch eine zentrale Kanalisation mit Anschluss an bestehende Klärteiche aufgebessert worden. Ebenfalls fertig ist die zentrale Wasserversorgung, für die ein Verbund mit der zentralörtlichen Gemeinde Bornhöved eingegangen wurde. Im Jahr 2003 hat die Freiwillige Feuerwehr ein seit langem dringend benötigtes neues Feuerwehrhaus erhalten, es ist kombiniert mit Räumen für gemeindliche Veranstaltungen und kann auch von Vereinen und Privaten genutzt werden.

Auch in Gönnebek wurde durch Schaffung der planerischen Voraussetzungen eine rege Neubautätigkeit ermöglicht. In der zweiten Hälfte der 90er Jahre stieg die Einwohnerzahl um fast 100 auf jetzt rund 500 an.

Überrascht wurde die Gemeinde durch das Ansinnen eines Kiesabbaubetriebes, auch in Gönnebeker Gemarkung auf etwa 120 ha Kies abzubauen. Durch die Aufstellung eines Landschafts- sowie eines Flächennutzungsplanes hat die Gemeinde versucht, diesen Kiesabbau von der Größe und Lage her so ortsverträglich zu steuern, wie es aus Sicht der Gemeindevertretung zum Schutz der Bevölkerung und zur Erhaltung des Wohnwertes möglich ist.

 

Das Wappen der Gemeinde Gönnebek


Seit 2004 führt die Gemeinde ein eigenes Wappen und eine eigene Flagge.

Die offizielle Wappenbeschreibung: „Von Blau und Grün erhöht geteilt durch ein breites silbernes Wellenband, bestehend aus einem halben Wellental, einem Wellenberg und einem halben Wellental, darunter eine goldene Schüssel."

Die blaue Farbe steht für das Quellgebiet der Schwale, silber bzw. weiß soll den hellen Sand der Gönnebeker Heide symbolisieren und die Erhöhung steht für den sog. Schwarzen Berg in dessen vier Grabkammern u. a. die ebenfalls aufgeführte goldene Schale gefunden wurde.

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