09.03.2010

Tensfeld

Die Gemeinde Tensfeld liegt im Südosten des Amtsbezirkes Bornhöved an der Landesstraße 68, einer Verbindungsstrasse Bad Segeberg - Plön, und außerdem an der 1974 erbauten Kreisstraße Nr. 52, auch Kiesstraße genannt, die die Verbindung zur A 21 herstellt und ein Teil der Nebenstrecke Ostsee-Hamburg ist. Tensfeld hat zur Zeit rund 700 Einwohnerinnen/ Einwohner.

Der 1994 gewählte Standort des Dorfgemeinschaftshauses „Uns Huus“, das auch die Feuerwehr und den Kindergarten „Drei kleine Freunde“ mit zwei Gruppen beherbergt, führte zur Aufstellung eines Bebauungsplanes für die Langmaacksche Koppel. Hier wurden mit dem Brunnenweg und dann im Buchenweg  neue Straßen hergestellt, in deren in sich abgeschlossenen Baugebieten  etwa 35 Einfamilien- und auch Doppelhäuser gebaut wurden.

Nach beendetem Kiesabbau ist auf abgesenktem Niveau an der K 52 ein großzügiges Sportgelände mit Sportlerheim, zwei Rasenspielfeldern und Flutlicht entstanden.

Die Gemarkung fällt von Westen nach Osten stark ab und wird durch die Landstraße 68 in kieshaltiges Ackerland einerseits und in Wiesen und Weiden andererseits geteilt. Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe ist von 1960 bis heute von 14 auf 2 zurückgegangen. Die umfangreichen Rohstoffvorkommen in Form von Kies und Steinen haben zur Gründung von mehreren Kieswerken geführt, die erhebliche Flächen abgebaut und der Landschaft bleibende Narben zugefügt haben. Die Rekultivierung bereitet allen beteiligten Dienststellen erhebliche Sorgen. In einem ehemaligen Kiesabbaugebiet befindet sich heute ein Motorsportgelände des ADAC, wo Motocross und Trial veranstaltet werden.

Ein Flächennutzungsplan sowie ein noch aufzustellender Landschaftsplan sollen die Grundlagen für eine bessere Praxis in der Zukunft sein. Das Leader+-Projekt "Leben nach dem Kies" haben Damsdorf und Tensfeld gemeinsam auf den Weg gebracht und betreiben es weiterhin mit großem Engagement. Neben dem Kiesabbau ergänzen eine Eisenwarenhandlung, ein Sattlerei- und Polstereibetrieb, ein Motorradhändler, ein landwirtschaftliches Lohnunternehmen sowie mehrere kleinere Geschäfte die gewerbliche Struktur des Ortes.

Auf dem ehemaligen Schulgrundstück hat sich ein Seniorenheim etabliert. Prägend für die gute Dorfgemeinschaft sind die vielfältigen kulturellen und sozialen Angebote wie z.B. der Sportverein, die Landjugend, der Landfrauenverein, die Feuerwehr, eine Krabbelgruppe, der Seniorenclub und die Jagdgenossenschaft.

Der Ort wurde erstmalig 1361 in einer Lübecker Urkunde als "Tensefelde" erwähnt. Seine Benennung bedeutet "neben dem bebauten Felde" und besagt, dass die Ackerwirtschaft auf kieshöffigen Endmoränen schon früh eine Existenzgrundlage war. Seit 1913 wird in der Feldmark Kies abgebaut. Stellvertretend dafür steht der Ammonit. Das Hochland wird durch die Tensfelder Au, der Wellenlinie im Wappen, von der Niederung mit Wiesen und einem ausgedehnten Moor getrennt. Hier trifft man noch auf den vom Aussterben bedrohten Sonnentau, eine fleischfressende Pflanze.

 

 

Das Wappen der Gemeinde Tensfeld

Die offizielle Beschreibung des Wappens lautet:" Von Silber und Grün im Wellenschnitt schräglinks geteilt. In verwechselten Farben oben die Moorpflanze 'Sonnentau', unten ein Ammonit."

Nach oben