19.01.2018

21.02.2007

Feuerwehrleute von Kollegen in China herzlich empfangen

Dirk Fischer aus Groß Kummerfeld feierte „doppelten“ Geburtstag

 

„Diesen „Doppel“-Geburtstag werde ich so schnell nicht wieder erleben“, sagte ein begeisterter Dirk Fischer aus Grußkummerfeld, Kreis Segeberg. Möglich war dies durch den Zeitunterschied von sieben Stunden plus in China. Die ersten Glückwünsche zum 29. Geburtstag gab es auf dem Flug nach Shanghai in 10.000 Meter Höhe vom Kapitän der Maschine. Den zweiten Glückwunsch nach deutscher Zeit übermittelten die Mitreisenden Feuerwehrleute.

 

Die Vorbereitungen zum Neujahrs- und Frühlingsfest liefen auf Hochtouren. Es wimmelte nur so von Menschen, die, teilweise schwer bepackt mit Geschenken, das „Jahr des Goldenen Schweines“ zu Hause bei Ihrer Familie verbringen wollten. Diese und zahlreichen andere Eindrücke von historischen Palästen und Tempeln, Grabanlagen und Gärten erlebte eine Gruppe von Schleswig-Holsteinschen Feuerwehrleuten auf einer 11-tägigen Bus- und Flugrundreise durch China (7. bis 17.02.). Höhepunkt der Reise dürfte der mehrstündige Besuch bei den Kameraden der Berufsfeuerwehr Xian gewesen sein. Bereits zur Ankunft der Gäste standen die chinesischen Kollegen im Spalier und geleiteten die Gäste unter Beifall in die Feuerwachen.

 

„Für die Sicherheit der 8 Millionen Einwohner, bei einer Flächenausdehnung von 204 x 116 Kilometer, sind rund 1.000 Feuerwehrleute zuständig, die auf 22 Stationen verteilt sind“, berichtet Werner Stöwer aus Gönnebek. Der Pressesprecher des Landesfeuerwehrverbandes hatte die Tour ausgearbeitet und die Gruppe begleitet. Im Vergleich: In Schleswig-Holstein sind es rund 51.000 Feuerwehrleute in 1.420 Stationen. Die Feuerwehr in China ist eine Abteilung der Armee. Daher wohnen die Feuerwehrleute auch kaserniert. Die Ausbildung und Organisation des Feuerlöschwesens wurde in den vergangenen Jahren umstrukturiert und den westlichen Standards angepasst. Der Fuhrpark besteht aus Fahrzeugen, die aus Europa, vor allem aus Frankreich und Amerika stammen, berichtet Stöwer. Ansonsten schlägt das Herz des chinesischen Feuerwehrmannes den gleichen Takt wie das eines deutschen Kollegen.

 

Zum umfassenden Besuchsprogramm gehörte auch eine Fahrt mit dem Transrapid vom Flughafen in die Metropole von Shanghai. Auch ein Rundgang auf der „Großen Mauer“, das einzige von Menschenhand geschaffene Weltwunder, das vom Mond aus zu erkennen ist, war ein Erlebnis. In Peking, und auch anderen Städten, beeindruckte vor allem das Nebeneinander von altem kaiserlichen Pomp und zeitgenössischer Tatkraft. Ein ausführlicher Besuch galt dem Platz des „Himmlischen Friedens“, dem Kaiser Palast und den die Ming-Gräbern. Die Ausgrabungsstätte mit 10.000 Terakotta-Soldaten wurden in Xian besichtigt und in Guilin die wunderbaren Kalksteinhügel. Der Kontakt zu Bevölkerung kam auch nicht zu kurz. So wurde bei einer Familie das dort typische chinesische Familienessen eingenommen.

 

Im Rahmen seiner internen Öffentlichkeitsarbeit, zum Gedankenaustausch unter den Feuerwehrmitgliedern des Landes und um Kontakte zu Feuerwehrkameraden anderer Länder zu knüpfen, organisiert der Landesfeuerwehrverband seit 1996 für seine Mitglieder Feuerwehr-Informationsreisen.

 

Die nächste Reise geht im September nach Frankreich. Nähere Informationen und eine Reisebeschreibung gibt es über die Pressestelle beim Landesfeuerwehrverband, Werner Stöwer, Telefon 0431-603 2109. 

 

Foto links: Die Feuerwehrleute Dirk Fischer (rechts) und Werner Stöwer auf der chinesischen Mauer

Foto mitte: Dirk Fischer (2.v.links) und Werner Stöwer (rechts) mit dem Chef der Berufsfeuerwehr Xian, Jia Xihai (2.v.rechts) und dem Stationsleiter Liu Wangping.