20.01.2018

07.09.2006

Feuer in einem Einfamilienhaus in Gönnebek


 

1. Bericht Segeberger Zeitung:

 

Nicht mehr zu retten: Haus in Gönnebek abgebrannt

 

-Gönnebek- Brandgefährlicher Einsatz für die Feuerwehrleute: Vor ihrer Nase schlugen Flammen aus dem Dach, auf das sie gestiegen waren. Trotz aller Anstrengung konnten sie das brennende Haus nicht retten. Es blieb nur noch Schutt und Asche.
Am Donnerstag gegen 18.40 Uhr alarmierte ein Gönnebeker Feuerwehrmann die Leitstelle. In einem Einfamilienhaus in der Bornhövder Straat hatte er Feuerschein bemerkt. Bis nach Mitternacht kämpften 80 Helfer gegen die Flammen an, mussten letztendlich aber aufgeben. „Da war nichts mehr zu retten“, bedauerte der Gönnebeker Wehrführer Alfred Kaack.
Das Gebäude nahe der Gärtnersiedlung war nach seinen Angaben ein besonderes Haus, von ungefähr 25 Jahren aus Lehm und Holz gebaut. Ein neuer Besitzer hatte dem Ökohaus ein neues Dach verpasst. In und zwischen der alten und der neuen Konstruktion fand das Feuer reichlich Nahrung. „Weder von außen noch von innen kamen wir an das Feuer heran, es war nicht einzugrenzen“, schilderte Kaack die Mühen. Atemschutzträger aus den Feuerwehren Gönnebek, Trappenkamp und Bornhöved kletterten auf das Dach, um Pfannen aufzunehmen. „Denen schlugen ganz plötzlich Flammenwände entgegen, eine sehr gefährliche Situation“, beschrieb der Gönnebeker Feuerwehrmann Werner Stöwer, der auch Pressesprecher des Landesfeuerwehrverbandes ist.
Benachbarte Gebäude waren von einem Übergreifen der Flammen nicht gefährdet, sagte Kaack, Menschen wurden nicht verletzt. Wasser förderten die Brandschützer aus einem Hydranten der Gemeinde und einem Rohrbrunnen eines Einzelgehöfts.
Die Kriminalpolizei hat den Brandort beschlagnahmt und ermittelt. Laut Mitteilung der Polizeidirektion Bad Segeberg ist die Ursache noch unbekannt. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf 120 000 Euro.


- Quelle Segeberger Zeitung > Petra Stöver/SZ -

 

 

2. Bericht Lübecker Nachrichten: 

 

Gönnebeker Öko -Haus brannte vollständig nieder

 

Gönnebek- Keine Chance für 80 Feuerwehrleute: Ein Gönnebeker Öko-Haus in Lehmbauweise fiel den Flammen zum Opfer.

Ein bitteres Ende für ein Traumhaus auf einem ein Hektar großen Grundstück an der Bornhövder Straat in Gönnebek: Obwohl 80 Feuerwehrleute mit sechs Löschfahrzeugen schnell vor Ort waren, verloren sie den Kampf gegen die Flammen, die meterhoch aus dem Dach des Ökohauses schossen. Zum traurigen Schluss trug ein Räumfahrzeug die heißen Dachziegel ab, damit auch der letzten Feuerherd gelöscht werden konnte.

Das Haus, gebaut aus einem Holzständerwerk in Lehmbauweise, hat Totalschaden. Menschen wurden bei dem Brand nicht verletzt. Die Mieter waren zu dem Zeitpunkt nicht im Haus. Später verfolgten sie zusammen mit dem Eigentümer des Hauses fassungslos das Flammenmeer.

Gegen 18.40 Uhr hatten Zeugen Rauchentwicklung unter den Dachziegeln bemerkt und die Feuerwehr alarmiert. Diese war schnell vor Ort - in guter Hoffnung, den Brand schnell in den Griff bekommen zu können. "Es sah auch zuerst so aus. Es brannte im unteren Bereich, und hier konnten wir das Feuer schnell löschen", erklärte Einsatzleiter Alfred Kaack von derGönnebeker Wehr. Doch dann hätten die geübten Augen der Feuerwehrleute schnell die Auswirkungen erkannt - auch ohne Flammen. "Das Feuer ist ins Dach gewandert. Da war uns klar, dass es nicht mehr glimpflich ausgehen würde," so der Wehrführer.

Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten hatte das Öko-Haus, das vor Jahren zwangsversteigert worden war, auch ein neues Dach auf das alte gestülpt bekommen. Durch das alte Dach ist das Feuer nach oben gestiegen, hat sich dort breit gemacht. Die Feuerwehrleute hatten kaum eine Chance: Sobald Flammen gelöscht schienen, schlugen sie kurze Zeit später wieder meterhoch empor. Letztendlich hatten die Wehren aus Gönnebek, Bornhöved und Trappenkamp keine andere Chance mehr, als das Haus von einem Räumfahrzeug mit Greifarm abdecken zu lassen, um auch die letzten Brandherde löschen zu können. "Es ist bitter, dass es so einen Ausgang genommen hat", so Alfred Kaack.

Die Brandursache ist noch nicht bekannt. Die Kriminalpolizei in Bad Segeberg ermittelt, der Brandort ist derzeit beschlagnahmt. Auf rund 120 000 Euro schätzt die Polizei den Schaden.

- Quelle Lübecker Nachrichten > Petra Dreu / LN -

 

 

(ag) Erweiterte Angaben der Feuerwehr:

 

Eingesetzte Kräfte:

- Einsatzleiter, Alfred Kaack - Wehrführer FF Gönnebek

- FF Gönnebek, TSF

- FF Bornhöved, ELW (Einsatzleitung), TLF 16/25 , LF10/6 , MZF

- FF Trappenkamp, ELW, LF10/6, LF16, MTF

- Amtswehrführer Bornhöved, M. Dahlke

- stellv. Amtswehrführer Bornhöved, M. Mischker

- Kreisfeuerwehrzentrale mit WLF

- Rettungsdienst, RTW

- Polizei und Kripo

- EON - Strom

- Abrissgeräte

Gesamteinsatzkräfte : 100 Personen

 

 

 

Fotos W. Stöwer (Copyright)